Die Immobilienaktien

Bei dieser Investition erwerben Sie Anteile an einer Immobiliengesellschaft, welche die Rechtsform einer Aktiengesellschaft besitzt.

Das Unternehmen, von welchem Aktien erworben werden, befasst sich mit der Entwicklung, dem Bau, dem Verkauf, dem Halten und Vermieten, sowie mit sämtlichen Dienstleistungen rund um die Immobilie. Dabei sind nicht zwingend sämtliche Bereiche vom Unternehmen selbst abgedeckt. Für Teilbereiche können auch externe Anbieter herangezogen werden.

Die Immobilienaktien zeichnen sich durch die tägliche Kauf- und Verkaufsmöglichkeit zum jeweiligen Kurswert aus. Der Kurswert wird dabei von Angebot und Nachfrage bestimmt.

"Im Gegensatz zum Kauf einer Immobilie ist das Mindestinvestment beim Erwerb von Immobilienaktien deutlich geringer. Dies kann, abhängig von der gewählten Abwicklungsplattform, auch geringer sein als der Kaufpreis für eine Aktie (Sparplanmöglichkeit)."

  • Geringes Kapitalerfordernis: Das Mindestinvestment bei Aktien entspricht grundsätzlich dem Wert einer Aktie der gewünschten Gesellschaft (es gibt keine Bruchstücke). Bei einem Aktiensparplan kauft der Broker mit dem Geld sämtlicher Investoren eine gerade Anzahl an Aktien, teilt diese auf die Investoren auf und behält sich selbst die Bruchstücke.
  • Wertsteigerung: Die Wertsteigerung bei Immobilienaktien läuft nicht zwingend gleich wie die Wertentwicklung von Immobilien. Hier liegt der Fokus am Unternehmen selbst und dem erwirtschafteten Erfolg. Immobiliengesellschaften mit einem erfolgsversprechenden Geschäftsmodell haben somit ein entsprechendes Wertsteigerungspotential. Neben der tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens sind auch allgemeine Markterwartungen ein Einflussfaktor.
  • Kapitalaufbau: Durch die permanente Kaufmöglichkeit über die Börse können etwaige Überschüsse jederzeit investiert und so das Investitionskapital gesteigert werden.
  • Mit Immobilienaktien erzielen Sie Einkünfte aus Kapitalvermögen (§27 EStG).
  • Sowohl Ausschüttungen als auch Veräußerungsgewinne sind mit dem besonderen Steuersatz von 27,5% zu versteuern (§27a Abs 1 Zi 2 EStG).

Die Angaben gelten für natürliche Personen mit Hauptwohnsitz in Österreich.

  • Geringes Kapitalerfordernis: Das notwendige Eigenkapital ist deutlich geringer als beim Kauf einer Immobilie.
  • Sparplan möglich: Über ausgewählte Broker können regelmäßige Käufe abgewickelt werden. Durch den Börsenkurs ist jederzeit ein Ankauf möglich.
  • Anteil an einer Aktiengesellschaft: Sie erwerben einen Anteil an einer Aktiengesellschaft, deren Geschäft mit Immobilien zusammenhängt.

Da Sie Aktien einer Gesellschaft erwerben, sollten Sie sich Folgendes ansehen:

  • Analyse des gesamten Unternehmens: Betrachten Sie sämtliche Kennzahlen vom Kurs-Gewinn-Verhältnis, die Gewinnmarge, die Sachinvestitionsquote, über die Volatilität, die finanzielle Stabilität, Verschuldungsgrad, Gesamtkapitalrendite, etc. Die Kennzahlen geben Auskunft über den vergangenen bzw. aktuellen Stand des Unternehmens.
  • Strategie für die Zukunft: Für Sie, als Investor, sind auch die aktuelle Unternehmensstrategie und deren zukünftige Ausrichtung sehr relevant. Bei einer gleichbleibenden Strategie ist zu hinterfragen, ob diese in Zukunft genauso funktionieren wird. Bei einer sich ändernden Strategie bleibt die Frage, ob diese wie geplant aufgeht und zum gewünschten Erfolgt führt.

Die entstehenden Nebenkosten bei der Investition sind abhängig von dem gewählten Broker. Die Broker verrechnen dabei entweder eine fixe Fee pro Trade (z.B. € 1,50) , eine prozentuelle Fee vom Investitionsbetrag (z.B. 0,125%) oder beides.